Newsletter-Ausgabe 11/2025: Treffen mit dem BfS, Besuch bei Digitalcourage, Videoaktion von „EMP Victims“

Liebe Interessenten an einer gesunden verNETZung,
in diesem Newsletter möchten wir über folgendes berichten

  • Treffen mit dem Bundesamt für Strahlenschutz 
  • Vorankündigung: Umfrage zu Bewertungkriterien von Studien
  • Besuch bei Digitalcourage in Bielefeld
    „Recht auf ein Leben ohne Digitalzwang“ – „Recht auf analoges Fahren“
  • Belgisch-französischer Verein „EMP VICTIMS“ macht auf das Leiden elektrosensibler Menschen aufmerksam

Treffen mit dem Bundesamt für Strahlenschutz in einem strahlungsarmen Seminarhaus

Es hat ein Austausch stattgefunden zwischen dem Bundesamt für Strahlenschutz und unserem Verein gesund verNETZt e.V. zum Thema Elektrohypersensibilität (EHS). Der Austausch verlief vertrauensvoll. Es wurde von beiden Seiten anerkannt, dass es Differenzen in der Bewertung der Studienlage bezüglich eines ursächlichen Zusammenhangs von elektromagnetischen Feldern und EHS gibt. Man war sich jedoch einig, dass ein erheblicher Leidensdruck bei EHS-Betroffenen besteht.

Vorankündigung

gesund verNETZt e.V. startet eine Umfrage: „Welche Kriterien sind für eine sinnvolle Studie mit elektrosensitiven Menschen wichtig?“

Wir bitten darum, die Umfrage zu teilen, sobald sie online ist.

Hintergrund: Wir werden zu einer Sitzung des Runden Tisches EMF (RTEMF) eingeladen. Dort soll die Neubewertung der gesundheitlichen Wirkung elektromagnetischer Felder der WHO vorgestellt werden. Die systematischen Reviews (SR) hierfür liegen vor und werden aktuell ausgewertet. 
Zu zwei systematischen Reviews (SR) zum Thema EHS haben wir bereits eine Stellungnahme eingereicht. [1] 
Unserer Wahrnehmung nach liegt bei den Bewertungskriterien der Studien, die für die Reviews ausgewählt wurden, ein großes Missverständnis vor. Die Kriterien, die wir als spezifisch für Provokationsstudien bei EHS erachten, wurden bei den Studien nicht beachtet. Das führt dazu, dass es mit den Betroffenen, die wir im Blick haben, in den Studien schon prinzipiell nur zu falsch negativen Resultaten kommen konnte.
Unserer Meinung nach können die Ergebnisse der SRs daher nicht verwertet werden. Aber natürlich ist es möglich, dass wir uns in unserer Einschätzung täuschen. Deshalb werden wir uns an unser Netzwerk wenden, mit der Bitte eine Umfrage auszufüllen. Sobald der Link zur Verfügung steht, werden wir darum bitten, diesen Link an Betroffene zu weiterzuleiten.

Um dieses Projekt durchzuführen und das Ergebnis für unser politisches Agieren aufzuarbeiten, benötigen wir finanzielle Unterstützung und freuen uns über eine Spende.
[1] https://www.bfs.de/SharedDocs/Downloads/BfS/DE/fachinfo/emf/rtemf/protokoll-31-sitzung-anlage-1.html

Besuch bei Digitalcourage in Bielefeld
„Recht auf ein Leben ohne Digitalzwang“ – „Recht auf analoges Fahren“

Digitalcourage ist ein sehr aktiver Verein, der sich für eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter engagiert. Unser Vorsitzender Thomas Warmbold besuchte Digitalcourage und sprach mit Nils Büschke über die laufende Kampagne „Recht auf ein Leben ohne Digitalzwang“. In diesem Zusammenhang stellte Thomas Warmbold dar, dass es erforderlich ist, ein „Recht auf analoges Fahren“ zu haben.

Digitalcourage fordert den deutschen Bundestag auf, das Recht auf ein Leben ohne Digitalzwang ins Grundgesetz aufzunehmen und damit gesetzlich zu verankern. 
Die Wahrnehmung der Grundrechte und der Daseinsvorsorge, die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und die Nutzung der öffentlichen Infrastruktur (z.B. Post, Bahn, medizinische Versorgung) dürfe nicht davon abhängig gemacht werden, dass Menschen das Internet, ein Smartphone oder bestimmte Software benutzen.

Digitalcourage fordert …
Teilhabe: Digitalzwang schließt viele Menschen aus – alte oder kranke Menschen, Menschen mit Behinderung und Menschen mit geringem Einkommen.
Nicht noch mehr Überwachung: Der Zwang, für bisher allgemein verfügbare Dienste nun ein Smartphone oder bestimmte Apps zu nutzen, führt zu immer neuen detaillierten Datensammlungen, die eine umfassende (kommerzielle) Überwachung aller Lebensbereiche ermöglichen.
Wahlfreiheit: Wir wollen frei entscheiden, wann wir mit einem Smartphone unterwegs sein wollen – und ob wir überhaupt eines besitzen. Wir wollen auch frei entscheiden können, welche Software und welches Betriebssystem wir auf unseren Geräten installieren.
Resilienz: Gesellschaftliche Abhängigkeit von digitalen Lösungen ist ein Risiko. Gut, wenn immer noch ein nicht-digitaler Weg zur Verfügung steht.
Digitalcourage sieht dringenden Handlungsbedarf, denn gerade werden mit hohem Tempo bestehende Dienste abgebaut und durch Smartphone-gebundende Leistungen ersetzt. [2] Mit der Teilnahme an der Petition kann man diese Ziele unterstützen. [3]

Unsere Ergänzung: Recht auf analoges Fahren
Es gibt einen Trend, dass Neuwagen nur noch über ein Smartphone gesteuert werden können. Während die digitale Vernetzung mit dem Fahrzeug vor ein paar Jahren noch optional war, wird dieses immer mehr zur Voraussetzung, um überhaupt fahren zu können. Dieses ist nicht nur bei den High-End-Fahrzeugen sondern auch bei den Low-Budget-Modellen der Hersteller der Fall.
Beispielhaft benennen wir den Dacia Hipster. [4] 
Die Konzeptvorstellung des elektrisch angetriebenen Dacia Hipster als kompaktem, ressourcenschonendem Stadtauto ging in der letzten Woche viral. In der Berichterstattung finden sich für ein Fahrzeug im untersten Preissegment bemerkenswert viele Begriffe der Superlative.

gesund verNETZt e.V. unterstützt eine nachhaltige, ressourcenschonende Mobilität. Das Konzept des Hipsters sieht aber vor, dass das Fahrzeug ausschließlich über ein Smartphone gesteuert werden kann. „Statt großem Infotainment-Monster gibt es eine Smartphone-Dockingstation, das ist Dacias treue Umsetzung der BYOD-Idee (Bring Your Own Device), also auf gut Deutsch, ohne das eigene Smartphone funktioniert hier nichts. Das Handy wird zum Schlüssel, zur Navigation, zum Lautsprecher. Clever, günstig, logisch.“ So stand es in der neuen Osnabrücker Zeitung. Die aktive Funkverbindung zum Fahrzeug wird jeweils vorausgesetzt.
In unserem Verein vertreten wir Menschen, die kein Smartphone besitzen, oder die dieses sehr bedacht einsetzen – sei es aus Datenschutz- Vorsorgegründen oder aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen.
Wir haben die Entwicklungsabteilung von Dacia angeregt, zu prüfen, ob es in dieser frühen Konzeptphase möglich ist, eine Variante des Hipsters zu entwickeln, die ohne Smartphone und aktive Funkverbindungen bedienbar ist. 

[2] https://civi.digitalcourage.de/recht-auf-leben-ohne-digitalzwang
[3] https://digitalcourage.de/digitalzwang/mitmachen-recht-auf-leben-ohne-digitalzwang
[4] https://www.dacia.de/concept-cars-range/hipster-concept.html

Der belgisch-französische Verein „EMP VICTIMS“ (L’Appel – EMP VICTIMS) macht auf das Leiden elektrosensibler Menschen aufmerksam

Er verdeutlicht, dass EHSler sich
– in einer humanitären Ausnahmesituation befinden,
– setzt sich für die Rechte von EHSlern ein und für die Einrichtung weißer Zonen,
– und möchte die Gesamtbevölkerung über die Risiken elektromagnetischer Felder aufklären.

Anfang diesen Jahres rief der Verein zur Unterzeichnung eines internationalen Appells auf, der bereits bei Politikern u.a. Ursula von der Leyen, eingereicht wurde.

Der Verein bittet jetzt um die Teilnahme an einer kleinen Videoaktion für seine Homepage (TEMOIGNAGES – EMP VICTIMS).
Das Video sollte nicht länger als eine Minute dauern und kann in deutscher Sprache gehalten werden. Gerne darf man die englische Übersetzung vorbereiten. Sie erscheint dann als Untertitel im Video. Um das Video zu EMP Victims zu senden , bietet sich die kostenlose Plattform „we transfer“ an.

Es sind schon viele internationale Videos vertreten. Aus Deutschland gibt es bis jetzt nur einen Beitrag.
Wir bitten um rege Beteiligung.

Für eine gesündere Digitalisierung
Beste Grüße 
Thomas Warmbold
1. Vorsitzender


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