Newsletter-Ausgabe 01/2026: Unsere Umfrage zu sinnvollen Kriterien für Studien mit elektrosensitiven Menschen
Liebe Interessenten an einer gesunden verNETZung,
in diesem Newsletter möchten wir unsere Umfrage vorstellen über
sinnvolle Kriterien für Studien zur Bewertung einer möglichen Kausalität zwischen Befeldung und Symptomen elektrosensitiver Menschen.
Wir suchen Eure Unterstützung bei der Verbesserung der Methodik für Studien zu unserem Thema. Wir möchten EHS-Betroffene bitten, daran teilzunehmen und diese Umfrage zu teilen. Die Umfrage haben wir in drei Sprachen erstellt. Sie wird bis zum 15. Februar 2026 online stehen und benötigt ca. 20 min zum Ausfüllen.
Link zur Umfrage:
https://www.soscisurvey.de/auswahlkriterien-ehs/
Gesund verNETZt e.V. möchte mit dieser Umfrage das Erfahrungswissen von elektrosensitiven Menschen bündeln, um den politisch Verantwortlichen zu verdeutlichen, dass wahrscheinlich etliche elektrosensitive Menschen bisher durch das Forschungsraster gefallen sind.
Hintergrund: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt aktuell eine Neubewertung der Wirkungen elektromagnetischer Felder auf die Gesundheit vor. Grundlage dafür sind beauftragte systematische Reviews (SR), die kürzlich veröffentlicht wurden.
Unser Verein konnte eine Stellungnahme zu zwei systematischen Reviews [1, 2] beim Runden Tisch elektromagnetischer Felder (RTEMF) des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) einreichen. Diese Reviews beschäftigen sich mit der idiopathischen Umweltintoleranz EMF (IEI-EMF)/EHS.
Nun sind wir persönlich zum Runden Tisch EMF (RTEMF) beim BfS eingeladen, bei dem die Ergebnisse der Reviews besprochen werden.
Aus unserer Sicht besteht ein zentrales Problem in den Auswahlkriterien der Studien, die in die vorliegenden Reviews eingeflossen sind. Wesentliche Anforderungen, die aus unserer Sicht für den Nachweis oder Ausschluss von Kausalität zwischen Befeldung und IEI-EMF-Symptomen (z.B. durch Provokationsstudien) bzw. EHS-Symptomen notwendig wären, wurden dabei nicht berücksichtigt. Dadurch war es zu erwarten, dass die Studien keine Kausalität von Befeldung auf EHS-Symptome zeigen konnten.
Die von uns als notwendig erachteten Auswahlkriterien basieren sowohl auf existierenden Hypothesen zu biologischen Wirkmechanismen als auch auf dem Erfahrungswissen aus dem Austausch unter Betroffenen.
Unserer Meinung nach können die Ergebnisse der SRs daher nicht verwertet werden. Aber natürlich ist es möglich, dass wir uns in unserer Einschätzung des „Erfahrungswissens“ täuschen. Deshalb wenden wir uns an unser Netzwerk und möchten elektrosensitive Menschen bitten, die Umfrage auszufüllen.
Die Ergebnisse dieser Umfrage sollen zum einen unsere Gesprächsposition beim RTEMF stärken, um darzulegen, dass „Subgruppen” in der Forschung nicht ausreichend dargestellt werden und die individuellen Reaktionsmuster der Betroffenen nicht oder nicht ausreichend erfasst werden. Dies erklärt, warum aus den Studien keine aus unserer Sicht hinreichenden Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.
Über diesen sehr wichtigen konkreten Anlass hinaus haben wir das übergeordnete Ziel, dem Bundesamt für Strahlenschutz, den zuständigen Ministerien und den politisch Verantwortlichen die Defizite und Lücken in Studiendesigns zu biologischen Wirkungen von Befeldung prinzipiell und im Besonderen bei EHS-Provokationsstudien darzulegen.
Wir haben den Eindruck, dass die zuständigen Ämter EHS-Betroffene als zu homogene Gruppe betrachten und dadurch viele Betroffene bisher durch das Forschungsraster gefallen sind.
Wenn die Ergebnisse dieser Umfrage unsere Thesen stützen, möchten wir diese Erfahrungswerte bündeln, um bessere Studiendesigns vorzuschlagen und eine Neubewertung der bisherigen Ergebnisse anstoßen. Darüber hinaus möchten wir uns für die Umsetzung von Schutzzonen für Betroffene bei den zuständigen Ministerien und Ämtern einsetzen.
Für eine gesündere Digitalisierung
Beste Grüße
Thomas Warmbold
1. Vorsitzender
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